Was ist Elektronikschrott
 

Unter Elektro-/Elektronikschrott versteht man die Gesamtheit aller als Abfall anfallenden elektrischen und elektronischen Geräte und Geräteteile. Obwohl E-Schrott formal als „Abfall“ bezeichnet wird, handelt es sich um einen Rohstoff, der wertvolle Metall- und Eisenfraktionen enthält. E-Schrott ist ein typisches Produkt der modernen Industriegesellschaft. Waren es zunächst die aus dem Gebrauch ausscheidenden elektrischen Haushalts-, Radio- und Fernsehgeräte, so veränderte sich die Zusammensetzung in den 80er Jahren mit dem Siegeszug der Computertechnologie. Die Jahrtausendwende stand im Zeichen des Mobilfunks und der nahezu kompletten elektronischen Vernetzung. In deutschen Haushalten gibt es rund 900 Millionen elektrische und elektronische Geräte, darunter allein etwa 40 Millionen Farbfernsehgeräte. Jährlich fallen allein in Deutschland rund 1,8 Millionen Tonnen E-Schrott an. Innerhalb der Europäischen Union sind es etwa acht Millionen Tonnen. Kürzere Produktlebenszeiten und höhere Innovationsgeschwindigkeiten führen zu kontinuierlich wachsenden Elektronikschrottmengen.

Die Europäische Union hat sich dieses Themas angenommen und die Europäische Elektronikschrottrichtlinie (WEEE) beschlossen, welche von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt wurde.


Die deutsche Elektro- und Elektronikgerätegesetz

Die europäische WEEE wird in Deutschland durch die Elektro- und Elektronikgerätegesetz umgesetzt. Ziel des Gesetzes ist vorrangig die Vermeidung von Abfällen von Elektro- und Elektronikgeräten. Durch die Wiederverwendung und Verwertung soll die zu beseitigende Abfallmenge reduziert, sowie der Eintrag von Schadstoffen aus Elektro- und Elektronikgeräten in Abfälle verringert werden. Hieraus ergeben sich für alle Beteiligten zahlreiche Pflichten.

Die Mitgliedsunternehmen helfen gerne bei der Umsetzung des Gesetzes.


Klassifizierung von Elektronikschrott

Die WEEE unterteilt den E-Schrott in zehn Gruppen:

  • Haushaltsgroßgeräte
  • Haushaltskleingeräte
  • IT- und Telekommunikationsgeräte
  • Geräte der Unterhaltungselektronik
  • Beleuchtungskörper
  • Elektrische und elektronische Werkzeuge
  • Spielzeug sowie Sport- und Freizeitgeräte
  • Medizinische Geräte
  • Überwachungs- und Kontrollinstrumente
  • Automatische Ausgabegeräte

Hinzu kommen als gemeinsame Fraktion Altkabel. Nähere Informationen hierzu finden Sie in der VDM-Broschüre „Alles verkabelt – und dann?“ oder im Internet unter www.kabelzerleger.de. Jede dieser Gruppen bedarf zur optimalen Verwertung aufbereitungstechnisch einer spezielle Behandlung.

Die Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft Elektroaltgeräte im VDM haben aufgrund ihrer Marktnähe und durch technische Innovation dem Stand der Technik entsprechende Recyclingtechnologien entwickelt. Elektrische und elektronische Altgeräte werden im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft rohstoffbezogen verwertet.